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Die Geschichte ist nicht meine

 
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Killianpubs



Anmeldungsdatum: 03.11.2005
Beiträge: 149
Wohnort: Flensburg

BeitragVerfasst am: 31.07.2006, 12:23    Titel: Die Geschichte ist nicht meine Antworten mit Zitat

Hallo ihr da draußen

Jetzt habe ich mir einfach mal die Zeit genommen und meine Gedanken in Worte gefasst. Die Zeit in der wir mit unseren Kindern sind, ist kostbar. Niemand weiß das besser als die Menschen, die Kinder mit schweren Krankheiten bekommen.

Wir alle denken oft daran, warum das alles so gekommen ist aber eine Antwort wird es dafür sicher nicht geben. Sicher kann man nur sein, dass die Situationen, in denen wir selbst, Alles zu gewinnen und Alles zu verlieren hatten, bleibende Spuren hinterlassen. [Klingt komisch]

Wir nehmen uns und andere Dinge einfach nicht mehr so wichtig. Die Aufregungen der Tage an denen unsere Kinder in die Obhut für uns fremder Menschen gelegt wurden. Wo uns die Verantwortung genommen wurde, waren schwer und kaum zu ertragen. Gerne hätte man den Kleinen diesen Weg erspart. Selbst ich hätte für meinen Sohn die Erde aus den Angeln gehoben, wenn ihm nur das alles erspart geblieben wäre.

Aber es geht hier nicht um en Experiment das verfolgt, aufgezeichnet wird. Es geht um das Leben und um die Macht die man nicht hat. Die nur Gott besitzt.
Ich möchte mich nicht mehr auf Dinge konzentrieren die in zwei oder mehr Jahren irgendwann einmal geschehen werden. Ich möchte mich nur auf das "Jetzt" beziehen. Denn es ist nicht zu ändern, was noch alles passieren wird. Ich möchte für meinen Sohn den Kopf freimachen, damit er sich auf mich verlassen kann, wenn er sich irgendwann alleine und verlassen fühlt.

Für die Menschen die wie ich noch einen längeren Weg vor sich haben hier ein Spruch:
Jeder Mensch kann seine Last tragen, wie schwer sie auch ist, für einen Tag. Bis die Nacht hereinbricht.

Für die Menschen die noch Alles vor sich haben, eine vielleicht kleine Hilfe die auch mir in den Tagen wo Killian operiert wurde, sehr geholfen hat.
Ich habe einen Leitspruch seit vielen Jahren. Irgendwie kommt er immer wieder zurück in mein Leben und er hat mir sehr oft geholfen. Obwohl ich sagen muß, es ist mir oft schwer gefallen mich daran zu halten. Aber auch als Killian auf die Welt kam und nach Kiel mußte, kam dieser Spruch wieder in mein Leben. Und ich muß Euch sagen. Es war diesmal noch viel viel schwerer sich daran zu halten.

Er heißt: Akzeptiere das Unvermeidliche!

Dieser Spruch kam dieses mal wie ein Hammer auf mich runter. Er saß wie ein schwerer Kloß in meinem Magen und ich habe auch noch nie so sehr damit gehadert. Aber ich wußte, das er mir schon sehr oft geholfen hatte. So biß ich meine Zähne zusammen und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Ich saß damals in meinem kleinen Zimmer im Ronald Haus und in mir kam erst eine Angst, dann eine Wut auf. Aber dann sah ich hinaus aus dem Fenster. Ich stellte mir vor wie es sein würde wenn Killian stirbt. Ich atmete ganz tief ein und meine Angst verschwand nicht, sie wurde leichter, aber die Wut war weg. Ich wußte das das, das Schlimmste sein würde, was passieren könnte. Dann dachte ich daran wie es weitergehen würde. Ich würde warscheinlich wie alle Eltern, die ihr Kind verlieren, nach Hause fahren. Ich wußte auch das ich das Zimmer in dem Killian die erste Nacht verbracht hatte und den Rest in meinem Bett ganz nah, das ich sein Zimmer ausräumen mußte. Ich versuchte auch das zu akzeptieren. Ich kann es nur so erklären. Ich habe gelernt viele Dinge zu akzeptieren, die sicher nicht so schlimm waren, wie die Zeit mit Killian. Ich bin immer weitergekommen. Es ging mir wenn ich alles akzeptiert hatte auch den Umständen entsprechend gut. Und selbst dieses Mal wo mich dieser Spruch in die Wirklichkeit zurück geholt hatte, ging es mir den Umständen entsprechend gut. Ich hätte nie gedacht, das er selbst in dieser Ausnahmesituation helfen würde.

Bei fast allen Dingen, die so auf uns einstürzen, haben wir die Möglichkeit uns für eine Seite zu entscheiden. Für "einen" Weg. Aber leider hat das Schicksal auch mal Aufgaben für uns, für die man sich leider nicht aus mehren Enscheidungen, eine aussuchen kann. Man ist gerne geneigt den einfacheren und leichteren Weg zu wählen, wenn das Schicksal einem die Möglichkeit dazu gibt. Aber manchmal hat das Schicksal keine Auswahl parat. Man muß den Weg gehen der da ist. Man hat keine andere Wahl. Killian hatte sicher keine Wahl. Er mußte diesen Weg gehen und wir mußten ihn begleiten. Man konnte auch nicht mittendrinn anhalten und umkehren. Das hätte ich auch niemals getan wenn es gegangen wäre.
Killian wurde für mich zum Mittelpunkt der Erde. Zu einer Herausforderung die es zu bewältigen galt. Ich war bereit alles hinzunehmen was auch passieren würde. Ich wäre niemals von seiner Seite gewichen. Ich würde es auch jetzt nicht tun. Heute weiß ich das der Spruch mir wieder geholfen hat.

Für jedes Leid auf dieser Welt, so scheint´s,
Gibt es ein Mittel oder keins.
Ist eines da, versuch´s zu finden!
Ist keines da, mußt du´s verwinden!

Killians Krankheit hat mich aufgerüttelt. Ich habe mein Leben neu ordnen dürfen. Es hat mich viel gelassener gemacht. Und ich weiß endlich was wichtig ist in meinem Leben. Wie oft hat man sich aufgeregt über Dinge die einen gar nichts angingen die sowieso nicht zu ändern waren. Killian hat mein eingefahrenes Weltbild eingerissen. Er hat mir gezeigt das es nichts wichtigeres auf dieser Welt gibt als gesund und glücklich sein. Der Verbissenheit und Staarheit mit der man durch das Leben gegangen ist, ist Sanftheit gewichen.

Ich möchte allen Mami´s und Papi´s die auch keine Wahl haben eines mit auf den Weg geben. Die Kraft die ihr braucht um mit euren Kindern zu kämpfen kommt aus euren Kindern und aus euch selbst. Horcht nur aufmerksam in euch hinein und schaut auf eure Kinder.

Noch was: Anje, man schickte dir einen Engel bevor Elias und Vincent diese Erde betreten durften. Er hatte in dein Herz und in deine Seele geschaut und er war sich sicher als er dich verließ, leise in der Nacht als zu schliefst, das du dieser sehr schweren Aufgabe gewachsen bist. Schließlich haben Elias und Vincent dich ausgesucht, gesehen und gesagt, wir möchten gerne das das unsere Mama wird. Wir akzeptieren keine andere Mama auf dieser Welt. Wenn du das nächste Mal zu deinem Sohn gehst, darfst du nicht vergessen das er dir von ganzem Herzen vertraut. Denn er hat mit deinem Herzen zusammen ein Herz das stärker ist als alle Herzen zusammen auf der ganzen Welt. Ich bin mir auch jetzt sicher. Das du diesen Weg meistern wirst. Egal wie die Sache ausgeht. In dir steckt viel mehr Kraft als zu jetzt vielleicht denkst.

Alles Liebe und Gute
von Nicole
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NinaP



Anmeldungsdatum: 04.09.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 08.09.2009, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nicole,

ich bin zwar nicht Antje, die du angesprochen hast mit diesem Post, aber ich muss dir trotzdem unbedingt sagen, wie sehr es mich berührt, was du da schreibst.

Vorallem das:

Zitat:
Noch was: Anje, man schickte dir einen Engel bevor Elias und Vincent diese Erde betreten durften. Er hatte in dein Herz und in deine Seele geschaut und er war sich sicher als er dich verließ, leise in der Nacht als zu schliefst, das du dieser sehr schweren Aufgabe gewachsen bist. Schließlich haben Elias und Vincent dich ausgesucht, gesehen und gesagt, wir möchten gerne das das unsere Mama wird. Wir akzeptieren keine andere Mama auf dieser Welt. Wenn du das nächste Mal zu deinem Sohn gehst, darfst du nicht vergessen das er dir von ganzem Herzen vertraut. Denn er hat mit deinem Herzen zusammen ein Herz das stärker ist als alle Herzen zusammen auf der ganzen Welt. Ich bin mir auch jetzt sicher. Das du diesen Weg meistern wirst. Egal wie die Sache ausgeht. In dir steckt viel mehr Kraft als zu jetzt vielleicht denkst.


Total schön!!! Genauso denke ich auch!

Liebe Grüsse
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