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HLHS - Hypoplastisches Linksherzsyndrom
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    HLHS - Hypoplastisches Linksherzsyndrom Foren-Übersicht -> Diagnose HLHS - was nun?
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Judith



Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 276
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 18:15    Titel: Hallo zusammen! Antworten mit Zitat

Wie sind neu hier, ich bin in der 22. Woche mit einem Jungen schwanger und habe letzte Woche die Diagnose HLHS, bzw eine Klappeninsuffizienz mit folge HLHS bekommen. Also soweit ich das richtig verstanden habe.
Leider warten wir seit einer Woche auf einen Termin mit der Uniklinik in Erlangen, voraussichtlicher Termin ist erst nächste Woche Donnerstag. Der FA, der die Diagnose gestellt hat versucht den Termin für uns zu vereinbaren, da dieser in der Praxis dort stattfinden soll.
Seit der Diagnose kämpfe, vor allem ich, damit so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen.
Zu Anfang hatten wir viel Unterstützung von Freunden... leider hat sich das komplett zerschlagen und auch von familiärer Seite stehen wir ziemlich alleine da. Jeder sagt er hilft wenn wir Hilfe brauchen aber im Endeffekt hat jeder doch sein eigenes Leben und kann nicht wirklich helfen.
Mittlerweile kommen von Freunden auch Vorwürfe wir würden uns nicht genug für das Baby einsetzen um schnellstmöglich Hilfe zu bekommen. Aber uns wurde gesagt das man momentan eh nichts machen könnte.
Natürlich mache ich mir deshalb jetzt viele Gedanken Traurig

Ich bin einfach nur total überfordert im Moment, da uns auch die Entscheidung über einen Abbruch auferlegt wurde. Noch dazu wohnen wir derzeit mit meinem 8 Jahre alten Sohn in einer 2-Zi.-Whg. und mein Mann ist arbeitssuchend.

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet um endlich ein bisschen Klarheit in mein Gedanken-"Wirrwarr" zu bekommen, doch je mehr ich lese was ich alles beachten muss wegen Versicherungen, Haushaltshilfe, Geschwisterbetreuung und und und umso überforderter fühle ich mich.

Ich musste das jetzt einfach mal alles auf einmal loswerden, da sich das alles in dieser Woche total aufgestaut hat.

Ein paar wichtige Fragen hätte ich doch noch, ich hoffe auf euer Verständnis dass ich mich derzeit nicht durch jeden einzelnen Thread kämpfen kann, da ich auch keinerlei Forum-Erfahrung habe bis jetzt.

1. Gibt es Dinge, die ich während der Schwangerschaft noch beachten muss?
2. Sollte ich jetzt noch eine Hebamme kontaktieren? Ein Vorbereitungskurs ist ja eigtl sinnlos, da ich ja durch einen Kaiserschnitt entbinden werden muss.
3. Muss der Kaiserschnitt mit einer PDA erfolgen? Ist eine Vollnarkose möglich oder ist das zu belastend für das Kind?
4. Habt ihr auch solange auf einen Termin warten müssen? Was haltet ihr davon, dass wir solange im Unklaren sind? Sollte ich eventuell anderswo nach einem Termin fragen?
5. Sind derzeit OP´s im Mutterleib möglich? Ist es ratsam jetzt schon während der Schwangerschaft irgendetwas zu tun?

Es gibt einfach kein Ende und keinen Anfang mit den vielen 1000 Fragen die mir im Kopf herum schwirren.
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MiloJuna



Anmeldungsdatum: 06.08.2012
Beiträge: 396
Wohnort: Stadtlohn

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich Willkommen.

Ich bin auch erst seit gestern angemeldet, aber man findet hier viele unterstützende Worte und wird ein bisschen aufgebaut.

Ich wünsche euch auch ganz viel Kraft
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Judith



Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 276
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Dankeschön, das wünsche ich euch auch!
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Svea



Anmeldungsdatum: 10.04.2011
Beiträge: 2831
Wohnort: Deutschland. S-H. NF

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Judith

von mir auch herzlich willkommen hier im forum

wir sidn alle für dich und deine fragen und sorgen da
(gerne auch pns)


lg svea
_________________
*29.Janaur.96 (HLHS)
*Februar.96 1.Herzop.
*Juli.96 2.Herzop.
*März.97 3.Herzop.
*2000 Kawasaki-Syndrom
*Mai.08 4. Herzop
*Nov.13 5.Herzop.
*Okt.14 6.Op Bauchwasserpumpe (Alpha Pump)
*März.16 7.Op Bauchwasserpumpe
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich willkommen, lass dich drücken - das klingt ja übel, mit deinen Freunden und so...

Ich komme gleich mal auf Deine Fragen zu sprechen:

Zitat:
1. Gibt es Dinge, die ich während der Schwangerschaft noch beachten muss?

Nein. Versuch es Dir, so es irgendwie geht, schön zu machen. Es ist sicher vernünftig kein Risiko einzugehen bei Dingen, die eine Frühgeburt auslösen könnten - aber das macht eh keiner absichtlich.

Zitat:
2. Sollte ich jetzt noch eine Hebamme kontaktieren? Ein Vorbereitungskurs ist ja eigtl sinnlos, da ich ja durch einen Kaiserschnitt entbinden werden muss.


Unbedingt! Erstens hast du anspruch auf Hebammenbegleitung sobald du schwanger bist, auch wenn Du Kaiserschnitt willst, Fehlgeburt erleidest, Abtreibung hast oder sonstwas - immer! Und es wird dir sicher guttun, eine erfahrene Hebamme zu haben.

Zweitens muss man da kein Kaiserschnitt machen - ausser es gibt einen anderen Grund. Ich hatte einen, weil mein Sohn mein Erster war und Beckenendlage hatte - da hat sich dann keiner mehr zugetraut, mir bei normaler Entbindung zu assistieren, leider. Aber wenn bis auf HLHS nix ist, kannst Du normal entbinden, der Herzfehler wirkt sich erst aus, wenn sich die Lunge mit Luft füllt, also nach der Geburt.

Und auch da - Du wirst eine Hebamme brauchen, die Euch nach rückkehr aus der Klinik, nach erster OP begleitet. Und optimalerweise wirst Du eine weitere Hebamme vor Ort brauchen, die Dich betreut, während Dein Kind noch im Krankenhaus ist.


Zitat:
3. Muss der Kaiserschnitt mit einer PDA erfolgen? Ist eine Vollnarkose möglich oder ist das zu belastend für das Kind?


Du musst wahrscheinlinch keinen KS haben. Ich hatte eine Spinalanästhesie und kann die empfehlen, falls das überhaupt irgendwie eine Empfehlung ist...

Zitat:
4. Habt ihr auch solange auf einen Termin warten müssen? Was haltet ihr davon, dass wir solange im Unklaren sind? Sollte ich eventuell anderswo nach einem Termin fragen?


Du sollst so oder so anderswo nach Terminen fragen, damit Du Dir mal 2-3 Kliniken, am Besten grössere, angeguckt hast. Es ist sehr wichtig, dass die Klinik sehr viel Erfahrung mit genau diesem HErzfehler hat, operieren tun es nämlich alle und gute Erfolge haben damit wenige.

Ich habe auch etwas warten müssen, finde das aber auch sehr belastend in der Situation. Versucht so schnell es geht einen Kinderkardiologen einer der grösseren Kliniken zu sprechen.


Zitat:
5. Sind derzeit OP´s im Mutterleib möglich? Ist es ratsam jetzt schon während der Schwangerschaft irgendetwas zu tun?


Schwere Frage. Bei bestimmten Vorstufen von HLHS gibt es experimentelle (!) Ansätze, per Katheter in der Schwangerschaft oder über Sauerstoffgaben für die Mutter. Ob Dein Baby dafür in Frage kommt, ist die eine Sache, und ob es das sehr hohe Risiko bei Fötus-OP wert ist, ist die andere. Das müsst Ihr entscheiden.

Irgendwo hier im Forum schwirrt ein Thread rum zu diesem Thema. In Bonn war das mit dem Sauerstoff glaube ich, das ist nicht invasiv aber ich kenne auch nur Natascha hier im Forum, die das gemacht hat, und es hat leider in dem Fall das HLHS nicht verhindert...

Und was die OPs im Mutterleib angeht, falls man da überhaupt in frage kommt - die werden nur an extremst wenigen Zentren gemacht und haben auch sehr viel risiko. Der optimale Ausgang ist dann aber ein zweikammer-Herz...

alles Gute!
Magdalena
_________________
mit Sohn *20.01.09, Tricuspidalatresie 2c + ISTA,
BT-Shunt im Februar 2009
Glenn-OP + Aortenbogenrekonstruktion im August 2009
TCPC im Mai 2011
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Judith



Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 276
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen, vielen lieben Dank für die schnellen Antworten. Mich hat das wirklich alles sehr gequält.

Könnt ihr mir denn vielleicht eine Klinik empfehlen?
Soll ich denn wirklich in eine Klinik, die mehrere hundert Kilometer entfernt ist?
Wie soll ich das dann nur alles schaffen mit unserem Sohn?
Und wie soll mein Mann damit klarkommen in dieser Schwierigen Situation nicht auch bei unserem Baby sein zu können? Stattdessen arbeiten zu gehen da wir sonst ja nicht mal wissen wie wir das finanziell stemmen sollen wenn die Klinik weiter weg ist.
Ich bin gerade richtig verzweifelt, ich weis einfach nicht wie wir das stemmen sollen.

Ich werde mir gleich morgen eine Hebamme suchen. Morgen habe ich auch einen Termin bei einem Psychiater weil ich Angst habe das alles psychisch einfach nicht zu verkraften. Ich wäre gerne so stark wie so viele andere hier aber ich schaffe es gerade einfach nicht Weinen
Es ist einfach gerade nur ein einziger, unendlicher Alptraum.
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Also, zum Beispiel in München, Sankt Augustin, Giessen, kiel gibt es erfahrene Kiniken. Welche Kliniken noch viel Erfahrung haben, müssten mal andere antworten. Ebenso zu Erlangen - da kenne ich mich nicht aus.

Du kannst ja bei Deinem Kind bleiben, also im Elternwohnheim übernachten oder auch im Mutter-Kind-Zimmer sobald es nicht auf der Intensiv ist. Arbeitet Dein Mann oder ist er gerade arbeitslos? Letztlich egal, er kann sich zur Not, wenn der Arbeitgeber nicht frei gibt, auch krankschreiben lassen, diese ausserordentlich psychisch belastende Situation nach der Geburt führt automatisch dazu, dass man nicht arbeitsfähig ist, das bescheinigt jeder Hausarzt wenn es soweit ist.

Dein Mann müsste dann gucken ob er irgendwo in einem Elternwohnheim mit Dir unterkommen kann, oder ob es Jugendherberge etc. gibt. Frag ruhig in den Kliniken nach, oft kostet es nicht mehr wenn Mann + kind auch da übernachten bzw. es können schon mal die Kosten storniert werden, wenn ihr eh nicht viel habt.

Ich weiss noch wie sehr mich die Situation in der schwangerschaft belastet hat - man hat nur die Angst und Ungewissheit... nach der Geburt ist es viel besser, da hast Du eben auch Dein Baby vor Dir, Du hast also auch schöne Erlebnisse die Dir in der ersten Zeit über den Stress hinweghelfen. Versprochen.

Ich drücke Dir die Daumen.

Magdalena
_________________
mit Sohn *20.01.09, Tricuspidalatresie 2c + ISTA,
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Judith



Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 276
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Mann ist im Moment arbeitslos, aber er ist natürlich händeringend auf Arbeitssuche. Es war eigtl geplant das er zuhause bleibt, denn es ist sein erstes eigenes Kind und er hatte es sich so sehr gewünscht. Dann hätten wir mein volles Gehalt gehabt und es wäre alles kein Problem gewesen.
Das Problem ist halt wenn er sich dann krank schreiben lässt wird er die Arbeit danach sehr wahrscheinlich verlieren.
Es ist aber schon mal gut zu wissen, dass es die Möglichkeit gibt das er dabei sein kann. Mit meinem Sohn weis ich allerdings auch noch nicht wie das funktionieren soll, da er ja weiterhin zur Schule muss und er derzeit auch schulische Probleme hat.

Es tut wirklich gut zu wissen das anderen ähnlich ging.
Ich freue mich auch wirklich auf unser Baby. Ich will es so schnell wie möglich in den Armen halten, ich wünschte nur wir hätten das alles schon hinter uns.

Eines liegt mir noch auf dem Herzen, ich habe etwas gelesen wegen Zusatzversicherungen. Brauche ich da etwas unbedingt?
Wie gesagt, wir werden dann finanziell Probleme bekommen denke ich und ich möchte deshalb genau vorsorgen.
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, Zusatzversicherungen? Welche den? Ich meine, gegen Invalidität oder Unfallschutz oder so ist ja witzlos, da Dein Kind anyway schwerbehindert ist und bleibt, auch wenn es ihm gut geht nach den OPs. Dagegen könnt Ihr Euch nicht versichern, der Fall ist ja da...

Wenn ich es richtig sehe, dann kannst Du ggf. in den ersten Wochen ohne Gesundheitsprüfug für dein Kind so Sachen wie Chefarztbehandlung etc. abschliessen, was sich eigentlich nur lohnt wenn man dann im KKH darauf verzichtet und stattdessen per Tag eine Prämie gezahlt bekommt oder so, damit kannst Du ggf. die Unterkunft am Ort querfinanzieren oder so. Letztlich wird ein HLHS Kind eh immer in einer spezialisierten Klinik von den Fachleuten behandelt... ich habe sowas nicht.

Ich denke wenn du in einer GKV bist, hast Du damit in D mit einem kranken Kind eh schon die bessere Alternative und eine sehr gute Betreuung. Und in einer guten Klinik wird eh kein Stümper an ein HLHS Kind gelassen. Und sollte das Kind später irgendwas haben, werdet ihr höhstwahrscheinlich in die Herzklinik verlegt oder man passt ganz besonders höllisch auf... leichtfertig wird damit nicht umgegangen.

Aber wie gesagt, ich habe mir keinen Kopf wegen Versicherungen gemacht, vielleicht weiss da jemand anderes Bescheid? Jemand vom Fach?

liebe Grüsse,
Magda
_________________
mit Sohn *20.01.09, Tricuspidalatresie 2c + ISTA,
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Lara Sophie



Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 4337

BeitragVerfasst am: 07.08.2012, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlich Willkommen bei uns, Magda hat dich ja schon super mit Infos versorgt. Leider können nicht viele Familien mit den schweren Schicksalen umgehen und kommen deshalb selten ins Forum. Dazu hat ja ein normaler Alltag auch genügend Stress. So erfahrt ihr wenig von den Familien, denen es gut geht. Es gibt viele Kids, die wirklich super durch die 3 OPs huschen und denen es super geht.
Betreffs Klinikwahl, sollte man wirklich ein gutes Bauchgefühl haben. Kopier hier mal meinen Text rein.
Das WICHTIGSTE ist bei HLHS/HRHS die ERFAHRUNG! Viele Fontan-OPS bei HLHS ergeben logischerweise einen großen Erfahrungsschatz. Leider hat man auch in erfahrenen Kliniken keine Garantie, dass es die Kinder schaffen, aber man gibt seinem Kind die besten Überlebenschancen.

ERFAHRUNG bei einer KREISLAUFÄNDERUNG entscheidet mit über LEBEN und TOD. Natürlich kommen Kids auch bei kleineren, unerfahrenen Kliniken durch, aber es sterben dort auch leider mehr.
Nach den OPs leisten Ärzte und Schwestern in den entscheidenen 48 h danach Schwerstarbeit.

Fragt doch direkt mal nach den Zahlen und vergleicht. Meine Antwort ist eindeutig, lieber weiter weg in ein Herzzentrum, welches sich schon einen guten HLHS Namen erarbeitet hat.
Übrigens sind die erfahrenen Kliniken nicht immer die mit den besten Randbedingungen (Besuchszeiten usw.), aber wichtig ist ja das Überleben der Kinder.

Unter www.fontanherzen.de könnt ihr auch Bilder unserer Kids sehen.

GLG Steffi
_________________
Unsere Mutmachgeschichte: http://www.fontanherzen.de/index.php/fontanherzen/mut-mach-geschichten?id=38
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Jojo



Anmeldungsdatum: 25.04.2011
Beiträge: 722
Wohnort: Sinn-Fleisbach

BeitragVerfasst am: 08.08.2012, 04:37    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal herzlich Willkommen hier im Forum Smilie

Ich finde auch, dass es unwichtig ist wie weit die Klinik weg ist, hauptsache sie ist gut ! Meine Eltern sind vor knapp 16 Jahren mit mir sogar nach England geflogen, haben dafür Spenden eingesammelt und es gab ein Benefizkonzert für mich. Die Ärzte hierr in Deutschland haben sich damals nicht an mich dran getraut.
Danach ware ich sehr lange in Bonn in der Uniklinik, da hibt es aber kaum was positives
Ich bin jetzt seit 4 Jahren in Sankt Augustin in Behandlung und die Klinik ist sehr gut, finde ich. Smilie Sie haben mir mit 12 erneut das Leben gerettet & wissen wirklich was die machen.

Informiere dich auf jeden Fall über mehrere Kliniken, denn heute hat man wirklich gute Chancen auf gute Ärzte und OP's.

Ich drücke wuch ganz fest die Daumen Smilie

Lg Jojo
_________________
• 1996- 1.OP
• 1997- 2.OP
• 1998- 3.Op (Fontan-OP)
• 2008- 4.OP & Schrittmacher bekommen
• insgesamt 8 HK
• 2 Mund-OP's
geplanter HSM-Wechsel : 14.04.2014

Auf dem Bild bin ich und mein Chirurg Dr. Brawn ♥
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Dari



Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 1855

BeitragVerfasst am: 08.08.2012, 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Judith,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Deine Ängste verstehe ich sehr gut. Du kannst sehr gerne mit mir Kontakt aufnehmen, bzw. ich niit Dir wenn Du mir Deine Telefonnummer schickst. Ich habe viele Jahre im Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin gearbeitet und wenn der Wunsch bestand, Eltern ab der Bestätigung Diagnose im DKHZ bis zur Geburt begleitet. Habe mich mit Ihnen getroffen und wir sind in Verbindung geblieben, somit hatte das Elternpaar immer einen Ansprechpartner bei Fragen oder einfach nur so als mentale Unterstützung durch ein Gespräch.
Zusätzlich habe ich einen fast 10 Jährigen Sohn mit nur einer Herzkammer kann Dir auch ganz viel vom Alltag berichten und dem Leben mit einem Kind das nur eine Herzkammer hat. Dari geht es gut!

Ich helfe Dir gerne bei allen Formalitäten!

Herzliche Grüße
Birgit

Telefonnummer 02208 - 770033
_________________
www.hypoplastische-herzen-deutschland.de / https://www.facebook.com/hypoplastischeherzendeutschland
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Judith



Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 276
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 08.08.2012, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank erstmal gleich für eure Unterstützung und euer Mitgefühl, die haben wir dringend notwendig da sich gerade alle unsere Freunde von uns distanziert haben.

Ich hatte heute einen Termin mit einem Psychiater und habe auch nochmal mit der FA-Praxis telefoniert und mir wurde mehrfach bestätigt, dass die Uniklinik in Erlangen wirklich sehr gut ist. Ich habe mich entschlossen jetzt erstmal den Termin in Erlangen abzuwarten um eine genaue Vorstellung vom Ausmaß des Herzfehlers zu bekommen, da er ja anscheinend sehr verschieden komplex sein kann.
Danach werde ich evtl noch eine 2. Meinung einholen und einen Termin bei einer Klinik vereinbaren die auch etwas weiter entfernt ist.

Liebe Birgit, vielen Dank für dein Angebot! Ich habe direkt versucht dich zu erreichen, ich werde es heute Abend noch einmal probieren.
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 08.08.2012, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt gut!

Ich würde aber unbedingt noch eine zweite Meinung einholen, weil die überweisenden Ärzte durchaus auch schon mal die Klinik empfehlen, mit der sie selbst zusammenarbeiten, wo sie mal gelernt haben oder Fortbildung hatten, da gibt es viele Interessen, nicht nur das Wohl des Patienten, sondern auch finanzieller Natur.

Und klartext: Deine Frauenärztin hat keine Ahnung, ob und wie gut die Kinderherzchirurgie bei diesem konkreten Herzfehler irgendwo ist, das ist nicht ihr Fachgebiet, da ist sie die Falsche um Ratschläge zu geben.

Meine Frauenärztin und mein Pränataldiagostiker haben mir beide Bonn empfohlen und von Sankt Augustin abgeraten. Ich vermute das hat auch etwas mit der guten Pränataldiagnostik in Bonn zu tun, aber was Du letztlich brauchst, ist nicht die Gynäkologie sondern die Kinderherzchirurgen usw...
Letztlich sollte man auch das hier beachten (ist von 2009, aber wer weiss wie es heute ist?)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/patientenvermittlung-aerzte-sollen-krankenhaeusern-praemien-abpressen-a-646069.html
_________________
mit Sohn *20.01.09, Tricuspidalatresie 2c + ISTA,
BT-Shunt im Februar 2009
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helga23



Anmeldungsdatum: 19.01.2011
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 08.08.2012, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Herzlich willkommen hier.

Du hast jetzt ohnehin schon so viele Ratschläge bekommen und ich selber kann wenig dazu beitragen, da wir aus Österreich sind.
Ich wollte nur sagen, dass wir z.b. eine Versicherung für uns und Tim schon in der SS abgeschlossen haben, damit sämtliche Krankenhauskosten (Taggeld) und Begleitkosten (Unterbringung im Kh oder wie bei uns Herzkinderhaus) und Essensgeld abgedeckt sind.

Außerdem wollte ich noch sagen, dass Linz spezialisiert ist auf HLHs und auch bereits erfolgreich im Mutterleib operiert wird... die sind die Vorreiter auf diesem Gebiet. Aber wie schon erwähnt wurde, müssen die Vorraussetzungen dafür auch beim Kind gegeben sein. Bei uns war das von der Klinik aus z.b. nie ein Thema. Ich kenn aber Familien wo das 2Kammerherz so erhalten werden konnte.

www.herzkinder.at
http://www.kinderherzzentrum.eu/Kinderherzzentrum.eu/Home.html

Ich hab Tim auch spontan entbunde, die Kardiologen haben mir dazu geraten. Ein Kaiserschnitt stresst das Ungeborene mehr, als eine normale Geburt. Und du wirst medizinisch ohnehin bestmöglichst überwacht.

Ich hab schon in der SS eine Homöopathin konsultiert umfür mich und für Tim die besten Vorraussetzungen zu schaffen. Das war wichtig und sie betreut und jetzt immer noch.

Hab Vertrauen in dein Kind und vertrau darauf, dass es den seinen richtigen Weg gehen wird. Du kannst mit deiner Freude auf das Kind und mit deiner positiven Haltung seinem Leben gegenüber viel für es bewirken. Du darfst Angst haben, aber lass nicht zu, dass sie dir die Hoffnung und Freude nimmt. Versuch den Fehler deines Kindes nicht als Strafe oder Schicksal, sondern als Herausforderung zu sehen... Ihr werdet sehr gefordert, du und dein Mann, aber ihr bekommt soviel zurück... das Lachen unserer Kinder wiegt alles auf und auch wenn der Weg wirklich sehr steinig ist und die Verzweiflung manchmal so nah... Tim hat mein Leben wahnsinnig bereichert, denn er hat uns gezeigt, dass nichts selbstverständlich ist und ich freue mich über jeden Tag an dem es ihm gut geht und an dem er lacht. Jeder Fortschritt von ihm, jedes Wort, jede Handlung, jeder Entwicklungsschritt macht solche Freude...
das sind keine Phrasen, das wird dir jeder hier zu 100% bestätigen, unsere Kinder sind wirklich etwas ganz, ganz besonders!
Freu dich auf dein Baby!

lg und alles Gute
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