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Auch unsere Kleine ist betroffen!
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 07.03.2012, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es der Zustand Deiner Tochter erlaubt, wirst Du sie denke ich mehr oder weniger kurz vorgezeigt bekommen, bevor es weitergeht auf die Intensiv - war zumindest bei mir so, sag aber auch vorher, dass es Dir wichtig ist.

Wegen Pumpe - sollte eigentlich jedes Krankenahus haben, trotzdem würde ich Dir empfehlen, dir zusätzlich eine eigene auf Rezept (Trinkschwäche) aus der Apotheke zu holen. Das Rezept müsstest Du von den Ärzten auf der Station bekommen können. Hintergrund ist: die Pumpen sind oft zu wenige und bevor Du in solcher Situation Schlange stehst weil alle Mütter gleichzeitig in der Beuschs-Pause abpumpen wollen, verbring lieber die Zeit bei deinem Kind und pump dann ab, wenn es Dir passt. Das vermeidet sehr viel Stress, Ärger und Milchstau. Ich würde mir also unabhängig von Krankenhaus-Pumpen eine Ausleih-Medela-Symphony verschreiben lassen, das steht Dir auch zu. Bleib da hartnäckig, es hilft keinem wenn Du immer hin und her rennst und nur dann abpumpen kannst, wenn gerade keine andere die Pumpe braucht, Du bist drauf angewiesen sie regelmässig bei bedarf ausreichend lange zur Verfügung zu haben. Und lass Dir keine andere geben, die Qualität variert total, und es gibt Pumpen die eben bei weitem nicht so gut sind.

Ob und wann Deine Tochter stillen kann, wird sich zeigen - wenn es ihr Zustand irgendwie zulässt, würde ich Dir raten das Anlegen auch vor der OP zu versuchen. Und auch bald nach der OP wieder, sobald es irgendwie geht. Erkundige Dich vielleicht vorab, wie Du im Krankenhaus an eine Stillberaterin kommst - ist eine da, hat sie auch Zeit oder nur einmal die Woche eine Sprechstunde? Oder gibt es sonst eine Beraterin in der Nähe, die Dich unterstützen könnte?

Leider bekommt man in Krankenhäusern da in aller Regel keine Unterstützung bei, gerade bei kranken Kindern ist es für das Personal sehr praktisch, wenn diese eine Magensonde haben oder Flasche bekommen - bei so einer Brust sieht man nicht, wieviel reingeht und dann wirst Du mit Stillwiegen genervt... mit Waagen die sowieso nicht in der Lage sind, die 30 ml die eine normale Portion in diesem Alter sind getreu wiederzugeben... Das wird wahrscheinlich einigermassen stressig.

Lass Dir nicht allzuviel erzählen und hinterfrage genau, ob Dein Kind wirklich eine Sonde/Flasche braucht, oder ob es sich im Wesentlichen um eine Arbeitserleichterung fürs Personal handelt. Im Zweifelsfall entscheidest Du als Mutter über die Ernährung Deines Kindes, auch darüber ob es eine Sonde bekommt, auch wenn Dir was anderes suggeriert wird. Das Klinikpersonal kann Deinem Kind erst dann eine Sonde gegen Deinen Willen legen, wenn es akut von verhungern bedroht ist - und da es vermutlich sowieso erst mal einen Tropf haben wird, hast Du immer Zeit das in Ruhe mit den Ärzten zu besprechen und abzuwägen.

Es ist auch nicht so, dass Dein Kind ganz ohne Sonde auskommen wird, oder dass sie immer falsch ist - aber eben, meiner Erfahrung nach wird den Kindern zu selten und zu spät die Möglichkeit zu Stillen oder selbst trinken geben, weil es _immer_ Umstände bereitet und eben gerne hinausgezögert wird. Mit den Folgen msus sich das Krankenhaus dann nicht plagen, sondern Du zu Hause, daher denk rechtzeitig daran Dir da alle erwünschte Unterstützung zu holen.

Hör Dir die Begründungen der Ärzte gut an, und achte penibel darauf, dass Deinem Kind eben auch jede vertretbare Möglichkeit gegeben wird, an der Brust zu trinken oder aus der Flasche. Also selbst zu trinken, es zu lernen.

Falls Du stillen möchtest, wäre es auch eine Überlegung, ganz auf die Flasche zu verzichten, so wie es die Empfehlungen der nationalen Stillkomission am Bundesinstitut für Risikobewertung vorsehen. Hier gibt es die Tipps, wie man dann am Besten zufüttert:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/zufuetterungstechniken_fuer_gestillte_saeuglinge.pdf

Ich prophezeie Dir, dass alle im Dreieck springen werden, wenn Du das machen möchtest - das liegt nicht daran, dass es falsch ist, ganz im gegensatz - aber eben, es ist aufwendig - daran sieht man, dass es eben nicht immer darum geht, was optimal für das Kind ist, sondern darum, was dem Personal die Arbeit vereinfacht...

Ich fand es sehr hilfreich, mit Fingerfeeder und Brusternährungsset zuzufüttern, es hat gut geklappt und mein Sohn liess sich anschliessend gut auf Stillen umgewöhnen. Er hatte eine zeitlang seine Sonde, hatte zwischenzeitlich auch eine Zeitlang Fläschchen bekommen - aber eben auch früh die Möglichkeit zum Stillen und Hilfe zur Umgewöhnung Smilie

Ich drücke Dir die Daumen!

PS. hier wäre noch eine Buchempfehlung:
Das besondere Stillbuch

edit - noch eine Sache: die vielerorts praktizierten 4h-Abstände beim Stillen bzw. Füttern sind eine Katastrophe. Ihr einziger Vorteil ist weniger Arbeit fürs Personal. Sie haben gravierende Nachteile für Babys - sogar gesunde Babys brauchen im Normalfall in den ersten Wochen viel häufigeres Anlegen.

Wenn es irgendwie geht, versuch Deinem Baby die Möglichkeit zu verschaffen, nach bedarf oder wenigstens öfter als alle 4h zu stillen bzw. zu trinken. Klar geht es nur wenn der Zustand des babys gerade einigermassen gut ist, aber selbst dann wird oft der 4h-Rythmus aufgezwungen, und da die Kinder dann die grosse Menge oft nicht auf einmal schaffen, wird eine Sonde belassen. Das ist grundfalsch und schädlich. Es ist normal, dass ein Neugeborenes keine 100 ml auf einmal trinkt, es ist auch normal wenn ein gesundes Baby 10 mal am tag 60 ml trinkt - all das ist kein Grund für eine Magensonde...
_________________
mit Sohn *20.01.09, Tricuspidalatresie 2c + ISTA,
BT-Shunt im Februar 2009
Glenn-OP + Aortenbogenrekonstruktion im August 2009
TCPC im Mai 2011
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harehapsi



Anmeldungsdatum: 29.05.2011
Beiträge: 108
Wohnort: Emmendingen

BeitragVerfasst am: 07.03.2012, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kisha,
auch ich kann nur von uns erzählen. Ich durfte Leni für ein paar Minuten in den Arm nehmen bis sie auf Intensiv mitgenommen wurde. Allerdings war es auch kein Kaiserschnitt, ich weiß nicht wie es in dieser Situation ist. Hat da jemand Erfahrung?

Vor der OP habe ich immer fleissig angelegt und noch dazu abgepumpt. Nach der OP war es mit dem Anlegen nicht mehr so einfach- so wie gerade bei Henna beschrieben. Ich habe mich da auch etwas breitschlagen lassen und dachte hauptsache zunehmen- ich verabreiche die abgepumpte Milch halt per Fläschchen. Ich habe mir immer vorgestellt nach der 2. OP versuche ich mit Hilfe der Stillberaterin dann auf die Brust umzustellen. Das hat dann leider nicht mehr so funktioniert. Ich habe dann 10 Monate lang abgepumpt was mit einer 5 köpfigen Familie ziemlich stressig war-aber es ging und Leni ist zum" Sumo-Ringer" geworden. Der Speck tat ihr gut..

Alles Liebe für die kommende Zeit-Katrin
_________________
Katrin

mit Pascal
Nelly 09.10.2003
Amelie 17.10.2008
Leni 08.08.2010 HLHS, Norwood 1 12.08.2010, Glenn 06.12.2010
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chzeib



Anmeldungsdatum: 25.10.2011
Beiträge: 221
Wohnort: Bodensee

BeitragVerfasst am: 07.03.2012, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

kann Magdalena und Katrin nur zustimmen, was das Stillen betrifft. Da du ja schon ein Kind hast, kennst du dich soweit wohl auch im Grunde genommen schon aus. Auch ich habe bereits auf Intensiv darauf gedrungen (nach OP), mit dem Stillen beginnen zu können. Die Schwestern waren nicht begeistert und ich durfte mir einige bissige Kommentare anhören, aber andere waren auch sehr verständig. Im KH hat Manuel nie die Menge aus der Brust getrunken, die er sollte, und so wurde halt gestillt, dann abgepumpte Milch im Fläschchen und in Ausnahmefällen der Rest über Sonde gegeben. Wenn eine Sonde liegt, dann nutze sie nur, wenn es nicht anders geht. Du als Mama hast die Zeit, um dein Kind so zu versorgen, wie du es für richtig hältst, die Schwestern manchmal nicht.
Zu Hause haben wir dann sehr schnell auf "Brust pur" umgestellt, weil Brust-Flasche-Abpumpen zeitlich einfach nicht drin war. Das hieß anfangs, alle zwei Stunden anlegen, die Intervalle haben sich dann aber auch schnell verlängert.
Auch ich rate dir unbedingt zur Medela-Pumpe, v.a. wenn du nicht Milch im überfluss hast. In München gibt es auf Intensiv eine, auf der Normalstation zwei Pumpen, aber oft sind alle belegt.
Vergiss nicht, dich um eine Hebamme zu kümmern, die nach dir schaut. Es ist wichtig, dass du einigermaßen fit bist, soweit das nach KS möglich ist. Sie hat bestimmt auch Tipps, die dir das Ganze ein bisschen erleichtern.
Frag mal, ob dein Mann beim KS "dabei" sein kann, falls (aus welchen Gründen auch immer) du selbst dein Kind nicht begrüßen kannst. Ich habe zwar auch keine Erfahrung mit KS, aber denke ebenfalls, dass es möglich sein müsste, dein Töchterchen in den Arm zu nehmen, wenn es ihr soweit gut geht.

In München sind Geschwisterkinder auf Intensiv nicht erlaubt, auf Normal nur zu den Besuchszeiten am Nachmittag (nach ärztlicher Untersuchung, ob sie soweit gesund sind). Du selbst darfst zu den Besuchszeiten zu ihr, das unterscheidet sich aber von Klinik zu Klinik (in München ist mittags "Besuchspause", damit die Kinder dann Ruhe haben und auch die Eltern Gelegenheit, um sich ein bisschen zu erholen). Vielleicht kommt auch ein MutterKind-Zimmer für euch in Frage? Dann bist du permanent bei deinem Kind (auch nachts), aber gleichzeitig halt auch "eingesperrt" im KH. (Das kann ganz schön an die Psyche gehen!)

Alles Gute für die nächste Zeit,
Christiana
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 07.03.2012, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte einen geplanten KS, weil Jan mein erstes Baby war und in Beckenendlage lag - die Klinik hat den Versuch einer natürlichen Geburt verweigert, und da man bei einer bekannten Schwangerschaft mit Herzfehelr-Kind eh nur im Perinatalzentrum Level 1 entbinden darf, hatte ich nicht so die Wahl.

Normal wäre das Prozedere so, dass das Kind direkt ins Nebenzimmer zum Versorgen kommt, Papa kann da ggf. mit, und dann auf die Intensiv kommt, zu mir nicht noch mal. Ich hätte ihn also nur im Moment der Geburt gesehen und danach erst Stunden später. Ich habe daher vorher schriftlich niedergelegt, dass ich will, dass mir mein Kind für 1-2 minuten nach dem ersten Versorgen gebracht wird, sofern es nicht in akuter Lebensgefahr schwebt. Das hat man dann auch gemacht, ihm ging es gut und er kam mit Papa ins Nebenzimmer und wurde mir dann für kurze Zeit noch so halb auf die Schulter, halb neben das Gesicht gelegt.

Ich muss sagen, bei all diesen Umständen, die Geburt war trotzdem ganz tolles, ergriefendes Erlebnis und mein Baby roch auch ganz toll Smilie

Was das Pumpen und stillen angeht, es ist wirklich so, dass Du Dir vorher eine Kontaktadresse einer Beraterin holen sollst, und Dich über Fingerfeeder, Brusternährungsset usw. Hilfsmittel informieren sollst, denn einfach ist es nicht und unterstützung/bestärkung wirst Du vermutlich wenig bekommen. Dennoch lohnt es sich und ist total wichtig, Dir und dem Kind das Stillen nicht ohne Not vermasseln zu lassen. Man ist rigendwie so froh dass das Kind überhaupt lebt, dass man da nicht mehr so viel Kräfte für Kleinkram übrig hat - aber eben, wenn das Stillen klappt ist es enorm schön und auch viel einfacher sowohl für Mama als auch für Baby...

Und in Punkto Stillen sind die Fachärzte auf der Station oft einfach keine Experten. Ich habe selten in meinem Leben so viel Unwahrheiten, Falschinfos und Lügen gehört, wie zum Thema Stillen eines herzkranken Kindes auf Station.

Ach so, von Medela (das ist die Marke die die meisten Kliniken haben) gibt es verschiedene Brusthaubengrössen und auch verschieden geformte Brusthauben und auch welche aus Silikon... das ist gut welche zum Wechsel zu haben, Krankenhaus hat meist nur die einfachsrte From vorrätig, und wenn Du aber wechseln kannst, hast Du nicht so schnell Druckstellen und wunde Brust. Du wirst ja auch wenn Dein Kind stillt vermutlich noch einige Wochen zusätzlich abpumpen und den Rest zufüttern müssen...

Zum Umgewöhnen an die Brust sind eben Fingerfeeder (zum "anfüttern" an der Brust) oder so ein Brusternährungsset sehr gut. Mein Sohn wollte am Anfang, nachdem er Fläschchen hatte, nur noch an Silikon saugen, ich habe also in erster Zeit die Stillhütchen genommen, damit er überhaupt andockt.

Schreib Dir vielleicht die Namen und PZN von den ganzen Stillutensilien auf, damit Du sie im Bedarfsfall über jemanden besorgen lassen kannst in einer Apotheke...
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kisha



Anmeldungsdatum: 04.11.2011
Beiträge: 119

BeitragVerfasst am: 21.03.2012, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

oh jeh, ich muss sagen das ich gerade total überfordert bin mit den ganzen infos.
bei uns ist alles etwas schwieriger weil wir ja zwillinge bekommen.
ich werde nicht rund um die uhr bei der kleinen sein können weil mich unser sohn ja auch braucht.
ich hab ehrlich gesagt im moment keine ahnung wie das alles ablaufen soll mit dem stillen.
der arzt hat sich aber positiv geäußert zum stillen und abpumpen. ich denke das die das in tübingen schon möchten.

eine pumpe für daheim hab ich bei der apotheke schon reserviert, jetzt nach euren aussagen sollte ich sie vielleicht ja schon früher holen falls die pumpe belegt sind - an so was hätte ich nicht gedacht.

das mit dem familienhaus hab ich mir schon überlegt aber ich glaube ich wäre schon gern daheim mit dem kleinen, da ist dann auch meine mutter und meine schwägerin die mich unterstützen können. ich hab vor hin und her zu fahren - zumindest denke ich gerade so. kann sich aber auch noch ändern.

bei uns in der nähe gibt eine eine stillberatung. da werd ich mal kontakt aufnehmen und alles schildern.

noch ne frage: wie lang waren eure kleinen nach der op im krankenhaus?

lg und danke
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 21.03.2012, 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Wir waren 4 Wochen da.

Ich würde von dem Fahren absehen, wenn es irgendwie geht, Du wirst mit dem gesunden baby, dem Abpumpen für das kranke Baby usw. schon so ausgebucht sein, dass ich da keine fahrten noch planen würde... ausserdem ist es eine heikle Phase und man möchte doch in der Nähe sein, wenn kurzfristig etwas entscheiden werden muss...

Manchmal können neugeborene Zwillinge gemeinsam auf Station aufgenommen werden, also nicht gerade auf die Intensiv, aber auf Normalstationen gibt es das schon mal - dann liegt da das kranke Baby, und Mutter ist als Begleitperson und hat das zweite Baby mit. So eine Konstellation hatte ich mal als Zimmernachbarin, die Klinik war so nett beide Kinder aufzunehmen. Vielleicht kannst Du das vorab anfragen, ob das geht?

Wegen der Pumpe - die würde ich auf jedem Fall mitnehmen, es ist schon stressig genug, da brauchst Du nicht noch mit schmerzenden Brüsten in der Schlange zum Abpumpen stehen, oder beim Abpumpen die Schlange vor der Nase haben... Es ist besser für die Gesundheit, wenn Du dann abpumpen kannst, wenn Du Bedarf hast - und nicht auf einen freien Slot an der Pumpe warten musst...
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Twins44



Anmeldungsdatum: 02.02.2011
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 22.03.2012, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wir waren 6 Wochen im KKH, davon 2,5 Wochen auf Intensiv, den Rest auf Normalstation.

2 Wochen war der Kleine nachts alleine auf Normal, dann habe ich dort mit übernachtet auch mit dem Zwilling. Allerdings mußte ich mich um alles alleine kümmern was ihn betraf, sprich Nahrung, Kleidung usw. Windeln hab ich einfach genommen - war Hardcore aber es geht alles.

Bei uns konnte der Zwilling immer mit auf Intensiv, wenn er ruhig war - war er in 95% der Fälle, allerdings hatten wir das vorab mit den Ärzten geklärt. Ich hatte aber auch Tage an denen ich mit dem zweiten daheim blieb uns nur mein Mann hingefahren ist - wir brauchten auch mal Ruhe und Zeit zum Kuscheln.

Stillen hat überhaupt nicht geklappt und abpumpen auch nicht, ich hatte wegen dem Stress keine Milch. Denk dran, Du willst fahren und bei Deinem Kind sein, dann willst du stillen und den Rest abpumpen - wann willst du schlafen, Dich erholen?
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nicolemue



Anmeldungsdatum: 03.02.2010
Beiträge: 1145
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 22.03.2012, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Generell bin ich absolut für das Stillen. Ich finde es sehr wichtig.

Aber in deiner besonderen Situation würde ich sagen: Wenn es klappt wäre es natürlich toll - und wenn nicht: Mach dir deswegen dann bloß keine Vorwürfe. Wenn du dich deswegen dann vollkommen verrückt machst, tust du keinem deiner Kinder einen Gefallen. Es ist mit zwei gesunden Kindern schon stressig. Aber wohl nicht mit dieser Situation zu vergleichen.

Du wirst das Richtige entscheiden!!!!
_________________
Nicole, Mama von Marcus, geb. am 27.11.1997,
HLHS, vier OP's in Bad Oeynhausen,
2007 zwei Stents
und Stefan (1992)
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 22.03.2012, 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

nicolemue hat Folgendes geschrieben:
Aber in deiner besonderen Situation würde ich sagen: Wenn es klappt wäre es natürlich toll - und wenn nicht: Mach dir deswegen dann bloß keine Vorwürfe. Wenn du dich deswegen dann vollkommen verrückt machst, tust du keinem deiner Kinder einen Gefallen.


Ich finde den Ratschlag schwierig.

Wenn es schon klar ist, dass es nicht einfach sein wird, sollte sich die Frau schon überlegen, wie wichtig es ist und wie sehr sie darum kämpfen möchte. Wer in eine solche Situation mit einem "mal sehen, wenn es nicht gleich klappt, dann halt nicht" reingeht, der wird zu 100% mit Flasche enden.

Daher finde ich es eben so wichtig, sich alle Informationen und Hilfsmittel vorab zu holen. Und sich darüber im klaren zu sein, dass es auf jedem Fall kompliziert sein wird und nur mit sehr viel Einsatz von der Mutter möglich ist, weil es zunächst sicher auf vielen Stellen eben genau nicht auf Anhieb klappen wird.

Die Frage ist also nicht, "wenn es klappt dann gut, wenn nicht dann nicht" - es wird nicht klappen bzw. grenzwertig schwer sein, deswegen stillen ja auch die meisten Mütter in solchen Extremfällen nicht.

Die Frage ist vielmehr: wieviel Einsatz kann und will die Mutter in dieser Extremsituation noch zusätzlich aufbringen, damit es klappt. Es wird sicher gerade in so einer Situation niemand was dagegen haben, wenn Frau gar nicht stillen will oder kann. Aber eben, sie muss sich entscheiden, wie sehr es ihr wichtig ist und wie sehr sie darum kämpfen will, das anfängliche "nicht klappen" zu überwinden. Denn das wird kommen, das steht fest - und das ist oft überwindbar, eine wilde Entschlossenheit, etwas Glück und gute Unterstützung vorausgesetzt.
Mit persäönlich hat man in den ersten 4 Wochen neun mal ärztlich zum Abstillen geraten, alle 9 Male aus mangel an Fachwissen und alle 9 Male falsch. Wäre ich nicht entschlossen, zu stillen, hätte ich drauf gehört und es im Nachhinein bereut.

Schwierigkeiten gehören dazu, auch dass es mal Milchstau oder Brustentzündung geben kann, gerade wenn frau abpumpen muss, viel Stress hat usw. Wer sihc vornimmt, im Fall von schwierigkeiten aufzugeben, der nimmt sich vor, nicht zu stillen. Hart aber wahr, insbesondere in solchen Situationen.

Die Mütter, die sich gesagt haben: ich guck mal ob das klappt, wenn nicht ist egal - davon kenne ich keine einzige, die dann auch wirklich voll gestillt hat. Gerade in schwierigen Situationen fällt es einem eben nicht von alleine in den Schoss und wenn es einem dennoch wichtig ist, sollte man wissen dass man aktiv was für tun muss, das vermeidet später Stress und Enttäuschungen.
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Lara Sophie



Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 4337

BeitragVerfasst am: 22.03.2012, 23:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kleines,

das Beste was wir unseren Kindern für ihren Lebenskampf geben können ist Muttermilch, besonders die Abwehrstoffe darin sind sehr wertvoll. Aber ich habe zum Schluss alle 2 h abgepumpt bis das Blut lief und irgendwann ging es nicht mehr. Wichtig dabei ist auch eine gesunde Nahrung. Vlt. hast du wen, der für dich ein bißl da sein kann und dir ab und zu gesunde Sachen kocht? Meine Hebamme empfahl glaub Dinkelbürger, leider hatte ich dazu gar keine Zeit.

Doch egal wie schwer es wird, besonders mit zwei so kleinen Menschlein auf einmal, du wirst immer für die zwei kleinen Zwerge die beste Mama der Welt sein, egal mit oder ohne Muttermilche! Lachen

Ihr schafft das!

GLG Steffi
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Unsere Mutmachgeschichte: http://www.fontanherzen.de/index.php/fontanherzen/mut-mach-geschichten?id=38
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nicolemue



Anmeldungsdatum: 03.02.2010
Beiträge: 1145
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 23.03.2012, 06:13    Titel: Antworten mit Zitat

Magdalena,

im Grunde würde ich das alles genau so unterschreiben, wie du es schreibst. Das stimmt schon alles.

Ich meinte mehr die ganz besondere Situation weil es ja nunmal nicht nur HLHS ist, sondern zudem auch noch Zwillinge versorgt werden müssen.
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Nicole, Mama von Marcus, geb. am 27.11.1997,
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moritz.okt.09



Anmeldungsdatum: 30.06.2009
Beiträge: 1326
Wohnort: Niederbayern

BeitragVerfasst am: 23.03.2012, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab aus mehreren Gründen (chron. Borreliose usw. ) nicht gestillt.
Maxl und auch Moritz haben sich prächtig entwickelt.
Bei Zwillingen stell ich mir das wirklich unglaublich belastend vor, aber wie man sieht hat es ja bei einer Mama gut funktioniert. Winken

Mutterliebe und Mutterinstinkt ist meiner Meinung nach das Beste, was man seinem Kind auf dieser Welt geben kann. Meine Schwestern und ich wurden auch nicht gestillt.

Moritz war 1 Woche Normalstation, 2 Wochen Intensivstation und wieder 1 Woche Normalstation und dann durften wir HEIM.

Ganz viel Glück, Ausdauer und Kraft wünscht Dir
Sonja
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Moritz*19.09.09 - +06.01.2010 (zuhause), Norwood I 28.09.09, Trikuspidalklappeninsuffizienz Grad II, Aortenklappenatresie, Aorta 1,5mm, Z.n. Pneumothorax bds., ohne Heimmonitoring vom HZ München entlassen!!!
Maximilian, herzgesund *24.11.2004
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henna



Anmeldungsdatum: 18.07.2009
Beiträge: 1024

BeitragVerfasst am: 23.03.2012, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

nicolemue hat Folgendes geschrieben:
im Grunde würde ich das alles genau so unterschreiben, wie du es schreibst. Das stimmt schon alles.

Ich meinte mehr die ganz besondere Situation weil es ja nunmal nicht nur HLHS ist, sondern zudem auch noch Zwillinge versorgt werden müssen.


Klar, da wird die "Schmerzensgrenze" bzw. der Punkt, an dem es für alle Beteiligten besser ist, einen anderen Weg zu wählen, wahrscheinlich früher kommen. Ich bin auch der Ansicht, dass es nix bringt, wenn die Mutter total fertig ist, nix klappt und sie krampfhaft am Stillen festhalten will...

Aber eben deswegen finde ich es wichtig zu wissen, es wird nicht einfach sein - und sich vorher zu überlegen wie wichtig es einem ist und wo ist der Punkt an dem man lieber Flasche gibt, und das dann wirklich ohne schlechtes Gewissen.

Bei der ersten OP von Jan war übrigens auch eine frau mit im Zimmer, die gerade Zwilligen (Früchen) mit Herzfehler bekommen hat, sie konnte für beide genug abpumpen (gelegentlich musste doch die Ersatzmilch herhalten, lag aber eher daran, dass das Personal die Muttermilch verschwendete, indem alle 4 h 120 ml pro Kind aufgewärmt wurden, statt der kindergerechten 50ml alle 2h oder so - und was nicht sofort weg war, wurde gleich entsorgt). Ich habe noch mitgekriegt, dass sie nach einiger Zeit auch schon das eine Baby anlegen konnte, danach wurden wir verlegt... aber manchmal klappt es ja doch Smilie
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