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Arbeitsaufnahme

 
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ClaudiaP



Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 1519
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 19:30    Titel: Arbeitsaufnahme Antworten mit Zitat

Hallo!

Als Felicitas verstarb, war ich noch in der Elternzeit und hätte am 01.09. wieder anfangen müssen zu arbeiten. Doch, wie geht es in so einem Fall weiter?

Stirbt ein Kind während der Elternzeit, hat der Elternteil, der zu Hause bleibt 3 Wochen Karenzzeit.

Ich habe am Tag nach Felis Tod meinen Chef informiert und zwei Wochen später ein erstes Gespräch gehabt. Mein Chef war natürlich überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass ich viel früher als geplant wieder komme und dann auch wieder Vollzeit. Er bat sich Zeit aus, um eine entsprechende Stelle für mich zu finden und im gegenseitigen Einvernehmen haben ich dann zwei Monate nach Felis Tod wieder angefangen zu arbeiten. Meiner KK habe ich telefonisch mitgeteilt, dass ich wieder anfange zu arbeiten. es kam nie die Frage, warum ich wieder früher anfange zu arbeiten (Anmerkung: Felicitas war über meinen Mann versichert!).

Andreas wurde nach Felicitas Tod 3 Wochen krankgeschrieben. Er konnte einfach nicht arbeiten. Es gab weder mit seinem Arbeitgeber, dem Hausarzt oder der KH Probleme. Alle hatten größtes Verständnis für die Situation.

LG Claudia mit Felicitas im Herzen
_________________
Felicitas *01.09.2004 - +02.04.2007 (Herzversagen während der Behandlung einer Lungenentzündung auf der ITS)
Norwood I am 08.09.04 und Norwood II am 22.02.05 in Duisburg, sowie Ptosis-OP am 27.11.06 in Trier
Kieran *07.12.2007 kerngesund


Zuletzt bearbeitet von ClaudiaP am 11.02.2008, 19:50, insgesamt einmal bearbeitet
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janna



Anmeldungsdatum: 24.08.2004
Beiträge: 89
Wohnort: 35285 Gemünden

BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ích bin Lehrerin. Ich habe dann auch schnell das Gespräch mit meinem Rektor gesucht und wir haben beschlossen, dass ich mit dem neuen Halbjahr wieder anfange. Das war am letzten Dienstag. Somit wurde ich nach dem Ende der Elternzeit noch etwas über einer Woche krank geschrieben.
Mein Mann blieb zwei Wochen daheim, das war auch weder für den Arzt noch seinen Chef ein Problem.
Diese gemeinsame Zeit hat uns gut getan...

die letzte Woche war sehr hart, da die Kinder in der Schule nicht immer sehr mitfühlend sind. Und ích hatte das Gefühl, Janna nicht immer gerecht zu werden. Aber am WE hatten wir nun Gelegenheit, da wir an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen haben für ein Mädchen, das vor drei Jahren mit HLHS gestorben ist. Dabei wurde auch an Janna gedacht. Das war aufwühlend, aber es hat mir gut getan. Heute waren wir mit Lennart auf dem Friedhof, denn sie wären heute vier Monate alt...

Was ich damit sagen möchte? ich denke, man muss sich gut überlegen, wann man wieder anfängt zu arbeiten. Es ist hart... aber es tut auch gut... irgendwie..
_________________
Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht uns aus

Liebe Grüße, Cathrin mit
Lennart (*29.09.2004) kerngesund
Janna (10.10.2007 - 03.01.2008) http://jannaboucsein.de
und Henrik (*10.03.2010) kerngesund
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ClaudiaP



Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 1519
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cathrin!

Am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen wieder zu arbeiten (Reisebüro). Doch dann, als die Beerdigung vorbei und sämtliche Behördengänge erledigt waren, viel mir die Decke auf den Kopf. 2 Jahre, 7 Monate und einen Tag bestimmte Felicitas meinen Tagesablauf. KH-Aufenthalte, Arztbesuche, Mini-Club, Frühföderung, das alles viel aufeinmal weg. Ich brauchte eine Beschäftigung und war richtig froh, wieder arbeiten zu dürfen. Meine Kollegen waren zum Glück sehr verständisvoll und haben mir sehr geholfen, wieder in den Beruf einzusteigen. Es hatte in den letzten Jahren einige Veränderungen gegeben.

LG Claudia
_________________
Felicitas *01.09.2004 - +02.04.2007 (Herzversagen während der Behandlung einer Lungenentzündung auf der ITS)
Norwood I am 08.09.04 und Norwood II am 22.02.05 in Duisburg, sowie Ptosis-OP am 27.11.06 in Trier
Kieran *07.12.2007 kerngesund
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janna



Anmeldungsdatum: 24.08.2004
Beiträge: 89
Wohnort: 35285 Gemünden

BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

ja, ich denke auch, dass es mir letztendlich hilft.. ich bin überhaupt kein Mensch, der daheim bleiben kann... das ist mir in den beiden Wochen aufgefallen, als Lennart schon im Kiga war und Frank auch wieder gearbeitet hat..
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Lennart (*29.09.2004) kerngesund
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Ralf&Marion



Anmeldungsdatum: 28.11.2007
Beiträge: 16
Wohnort: Weinheim

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 17:25    Titel: Arbeitsaufnahme Antworten mit Zitat

Hallo
ich werde am 20.02.08 wieder arbeiten. Dann ist mein Mutterschutz zu Ende. Mal sehen ob ich das schaffe. Aber ich denke schon .In meiner Firma ist sowieso eine Lücke entstanden weil eine weitere Kollegin in Elternzeit ging. Ich hoffe das ich nicht zu viel von mir verlange. In einer Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern wurde mir abgeraten schon wieder zu arbeiten. Jeder muss wohl in sich hineinhören und dann entscheiden.
Sternmama mit Yvonne in Herzen
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Pia



Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 96
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 11.02.2008, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich war ja noch im Mutterschutz, den ich auch voll genommen habe. Mein Freund hat sich auch noch ein paar Tage mit frei genommen (ist selbstständig), hat aber dann bald wieder angefangen, weil einfach zu viel los war. Es war schon gut, die ersten Tage zusammen zu machen, da ja überall erstmal die Frage nach dem Nachwuchs kam (von der Geburt wußte fast jeder, vom Tod dann weniger. Spricht sich doch weniger rum) und das war am Anfang schon hart. Die ersten male, die mein Freund dann auch mal nachts icht da war, hab ich immer woanders übernachtet. ALleine in der Wohnung wäre nicht gegangen.
Ich hätte auch länger zu Hause bleiben könne, hat mir mein Arbeitgeber direkt so angeboten, aber ich wollte nicht. Bei uns ist immer irgendwo eine Stelle frei, so dass auch meine eigentlich Vertretung weiter bleiben konnte (da gab es aber, glaub ich, nie Diskussionen). Schon komisch ist schon, dass bei uns fast durchweg junge Leute arbeiten, die jetzt alle Kinder bekommen (sicher mindestens 1 pro Monat). Und auch hier kam immer mal wieder die Frage nach dem Nachwuchs. Zuletzt soagr letzte Woche. Aber mittlerweile ist das O.K.
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Claudia*Niklas



Anmeldungsdatum: 22.08.2007
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 31.03.2008, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die Einträge sind ja schon etwas älter...aber egal...

Nach Niklas Tod hatte ich ja noch Mutterschutz, den ich voll ausschöpfte. Während dieser Zeit bin ich zwei mal ins Büro gefahren, um etwas die Spannung zu nehmen und mir und meinen Kollegen unangenehme Situationen zu ersparen. Ich sprach offen über unsere traurigen Erlebnisse und über meine Trauer...das nahm etwas den Druck und gab mir wieder ein sichereres Gefühl.

Ich freute mich auf meinen ersten Arbeitstag, auf die Ablenkung...aber es machte mich auch sehr traurig. Ich hatte das Gefühl, Niklas wird weit weg geschoben...ich war noch nicht so weit...musste aber lernen, dass er auch hier immer bei mir sein wird. Dazu kam, dass ich ständig damit konfrontiert wurde, dass mich die Leute nach unserem Nachwuchs gefragt haben (verständlich, sie kannten mich ja noch hochschwanger)...Zuhause konnte man das besser steuern - wenn man nicht reden wollte, zog man sich zurück...hier war das unmöglich.
Die langen Tage im Büro waren sehr anstrengend, lange Zeit hatte ich mit Konzentrationsstörungen zu kämpfen (die hab ich auch jetzt noch immer wieder)...aber solangsam hab ich voll in meinen Arbeitsalltag gefunden, es macht wieder richtig Spaß (auch mit Niklas in meinem Herzen).

Grüße Claudia
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janna



Anmeldungsdatum: 24.08.2004
Beiträge: 89
Wohnort: 35285 Gemünden

BeitragVerfasst am: 31.03.2008, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

ich gehe ja nun auch schon eine Weile arbeiten. Aber man funktioniert nur, oder? Also, mir geht es so. Mir macht die Arbeit längst nicht mehr so viel Spaß... es bedeutet mir viel weniger... und ich hänge mich nicht mehr so rein. Das kenne ich von mir überhaupt nicht! und es erschreckt mich!
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Liebe Grüße, Cathrin mit
Lennart (*29.09.2004) kerngesund
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Claudia*Niklas



Anmeldungsdatum: 22.08.2007
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 01.04.2008, 07:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Janna, ich muss Dir schon recht geben…auch ich funktionierte die ersten Monate nur. Bekam nach der Mutterschutzzeit meinen alten Job wieder und bin ganz dankbar, dass ich einen sehr geduldigen Chef hier habe…er gab mir die Zeit, die ich brauchte um mich wieder einzufinden.
Es hat sich schon auch sehr viel verändert. Wie Du beschreibst, hat sich einiges verschoben. Für mich gibt es z.B. seither einen Arbeitstag mit geregelter Arbeitszeit. Ich arbeite meine Stunden und sehe überhaupt keinen Grund, meine wertvolle Zeit in Überstunden und Stress zu investieren (außer es brennt wirklich). Das war einmal ganz anders…aber ich bin auch ganz dankbar für diese Erfahrung. Auch hier habe ich gelernt, das Wichtige von Unwichtigem zu unterscheiden. Ich bin viel ruhiger und ausgeglichener geworden. Trotzdem schweifen meine Gedanken noch immer wieder ab…so wie jetzt, dann suche ich im Internet nach Ablenkung.
Niklas habe ich hier in meinen Arbeitsplatz „integriert“…ich habe Bilder von der kurzen gemeinsamen Zeit auf meinem Arbeitsplatz stehen. Auch das ist nicht immer einfach…für mich nicht, weil es mich ständig an ihn erinnert…und auch nicht für meine Kollegen, weil sie dadurch ständig mit unserer Situation konfrontiert werden. Dazu kommt, dass ich hier fast nur mit Männern zusammen arbeite. Hier merkt man ganz deutlich, dass sie mit solchen Themen einfach anders umgehen als wir Frauen. Ich merke, dass hier so ein Thema doch sehr schnell ausgeschwiegen wird…das ist nicht immer einfach.
Mittlerweile hat sich aber doch alles eingespielt…ich bin froh, dass ich immer so offen mit unseren Erlebnissen umgegangen bin, dadurch kam es erst gar nicht zu irgendwelchen unangenehmen Situationen. Außerdem habe ich endlich meinen Gedanken abgelegt, dass ich ja eh nur „Zeit absitze“ bis zur nächsten Schwangerschaft (diese Einstellung hat mich nicht besonders glücklich gemacht). Und seit diesem Jahr schaffe ich es endlich, meine Gedanken auf meine Arbeit zu fixieren...seitdem finde ich auch wieder Spaß daran.

Ich wünsche Dir, dass auch Du Deinen Weg und wieder Freude an Deinem Alltag findest…und ruck zuck ist dann auch schon Oktober Winken

Grüße Claudia
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