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Jannik
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Dawn



Anmeldungsdatum: 29.10.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Tornesch

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 07:27    Titel: Jannik Antworten mit Zitat

Hallo,
am 15.10.2007 kam mein Sonnenschein, Jannik kerngesund, per Kaiserschnitt auf die Welt. 5 Tage später durften wir nach Hause. Dort waren wir dann 5 Tage. Am 10 Tag gings unserem Kleinen auf einmal sehr schlecht: er wollte kaum bis gar nicht trinken(er ist ansonsten ein SUPER Trinker), hat noch mehr geschlafen bzw. wurde gar nicht mehr richtig wach und abends hatte er schleimigen Schaum vorm Mund. Als er dann auch noch leichenblass wurde sind wir umgehend mit ihm ins Krankenhaus gefahren. Zum Glück ansonsten würde er jetzt wohl nicht mehr leben. Dort wurde sofort erkannt das es sich nicht um harmlose Verdauungsprobleme handelt. Für uns begann damit ein Alptraum: Jannik wurde verkabelt und als "Notfall" bezeichnet. Wir wussten nicht wie uns geschah als er so bezeichnet wurde. Das schlimmste war das wir dann im Wartezimmer 3 Std. warten mussten, währendessen er versorgt und untersucht wurde. Ab und zu konnten wir ihn dann auch noch schreien hören, aber ansonsten wussten wir gar nix. Ich/Wir war(en) fix und alle und nur noch am heulen. Gegen 3 Uhr morgens hiess es dann er wäre soweit stabil, Verdacht auf schwerer Herzfehler und er wird ins UKE Hamburg gebracht. Vorher konnten wir noch einmal kurz zu ihm. Wir sind dann mit dem eigenen PKW dort hingefahren. Dort wurde er noch mal untersucht und wir mussten wieder warten. Es war ja ok das "zuerst er und dann wir" aber diese Zeit war die schlimmste in meinem ganzen Leben. Das ich ihm nicht helfen konnte, nicht bei ihm sein konnte, nicht zu wissen was er hat und ihn dann ab+an noch schreien zu hören. Nach einer Std. konnten wir dann endlich zu ihm. Er wurde mittlerweile in Schlaf versetzt. Dann mussten wir noch den ganzen Tag bis zum nachmittage warten um die Diagnose HLHS zu erfahren und das er gleich am nä. Tag früh morgens operiert wird. Wir wurden über den Herzfehler, "einer der schwersten" und die OP aufgeklärt. Dann hiess es "Bitte unterschreiben Sie hier und gleich klärt Sie noch der Narkosearzt auf". Auf meine Frage ob wir denn eine Wahl hätten, hiess es ansonsten stirbt er. Natürlich haben wir unterschrieben. Ich glaube, ich hätte in meiner Verfassung mittlerweile fast alles unterschrieben. Ich hatte das Gefühl, ich habe einen Alptraum und wache gleich auf. Schließlich sind wir mit einem gesunden Kind(nach erfolgter U2-alles i.O.) nach Hause gefahren. Zum Glück hat unser Kleiner Kämpfer die OP dann so super überstanden, dass er nur 11 Tage auf der Intensiv war. Außerdem hat er Schnuller, Flasche vehement verweigert und konnte, zur Überraschung aller, wieder gestillt werden. Erst hiess es nämlich dass wäre zu schwer für ihn. Bis eine Schwester irgendwann sagt probieren wir´s doch mal - ich hätte heulen können vor Glück als er sich sofort festgesaugt hat! Smilie Danach war er dann noch 8 Tage mit mir zusammen auf der normalen HerzKinder-Station. Vor jetzt genau 2 Wochen durften wir dann nach Hause. Wir haben uns mittlerweile einen Kinder-Kardiologen vor Ort gesucht. Jetzt müssen wir regelmässig zur Kontrolle dorthin und/oder ins UKE. Am 23-25.01.08 müssen wir zur HK ins UKE und mit ca. 6Mon./bzw. 6 kg folgt die 2. OP. Jetzt hoffen wir das bis dahin alles gut geht, freuen uns zuhause zu sein und sind uns sicher, dass unser kleiner Kämpfer die 2. OP genauso spielerisch meistert wie die 1.
So, das war soweit erst mal Jannik´s Geschichte.
Fortsetzung wird folgen...

Nun habe ich 2 Fragen, die mir bisher noch keiner beantworten konnte: Was für Einschränkungen haben kinder mit HLHS nach der 3. OP? Haben sie wirklich "nur" sportliche Einschränkungen?
Die 2. Frage ist: Wie sieht es mit der Lebenserwartung aus? Gibt es auch schon Erwachsene mit diesem Herzfehler?
Die Ungewissheit in bezug auf diese Fragen macht mich verrückt, daher würde ich mich auf zahlreiche Antworten freuen!
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Niklas



Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 174
Wohnort: Geltendorf

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal ein großes Willkommen und herzlichen Glückwunsch zu Eurem Kämpfer. Puh das war ja wirklich knapp bei euch, aber jetzt habt ihr ja ersteinmal die erste Hürde gemeistert. Genießt die Zeit.

Was das Alter angeht, haben uns die Ärzte gesagt, das unsere Kinder (wenn alles "normal" verläuft) so 50-70 Jahre alt werden können. Bei uns in Deutschland wird dieser Herzfehler ja erst seit ein paar Jahren operiert. Mein Kardiologe kennt ein Mädchen welches jetzt so 17 Jahre alt sein müßte (wurde damals in den USA operiert) sie geht Bergsteigen und ihr geht es sehr gut. In Amerika leben Kinder welche schon etwas älter sind.

Ich selbst merke bei unserem 1,5 jährigen Sohn schon einen Leistungsunterschied zu seiner "gesunden" Schwester. Niklas schwitz leichter und ihm geht eher die Puste aus. Jetzt ist aber seine 3,5 jährige Schwester auch ein ziemlicher Feger. Aber das wichtigste ist, das es ihm gut geht, er Spaß hat und das sehe ich an seiner unendlichen freundlichen Ausstrahlung.

Liebe Grüße

Katja
_________________
Niklas geb. 18.06.06 HLHS, Hemiparese links.
alle Op´s im Herzzentrum München,
jetzt sind wir in Bad Oeynhausen
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Mazelda77



Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 74
Wohnort: Trier

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

herzlich willkommen hier!
Als ich deinen Bericht gelesen habe, war es ,als ob ich Nils erste Wochen noch einmal durchdenke!
Diese Schreck, dieser Alptraum,Ängste, nichts tuen können, diese Ohnmacht!
Aber zum Glück wurde die 1. Hürde ja erfolgreich und schnell gemeistert.
Ich wünsche euch für die Zukunft, dass es genauso weiter geht, dass ihr stark seid und Jannik euch viel Freude macht!!!

Liebe Grüße
Manuela
_________________
Nils *26.07.06 Norwood I - 3.08.06
Hemifontan - 18.07.07 (nach 13 Tagen wieder zu Hause)
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Christina



Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beiträge: 544
Wohnort: 9403 Goldach (Schweiz)

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Down

Herzlich Willkommen im HLHS-Forum.

Ich kann mich Manuela nur anschliessen, ich habe den Schreck und die ganze Ohnmacht beim Lesen Deines Beitrages wieder durchgestanden. Sei also gewiss, dass wir Dich alle sehr sehr gut verstehen.

Nun zu Deinen Fragen:

Fabian hat die Fontan schon seit bald drei Jahren hinter sich und es geht im hervorragend. Geistig ist er den gleichaltrigen gesunden Kindern weit voraus. Er wurde im August 5 Jahre alt und kann bereits lesen und rechnen, kennt alle Zahlen - auch über 100, spielt schon seit seinem dritten Lebensjahr Würfelspiele, Kartenquartett etc. Du siehst, wenn Fabian im Jahre 2009 mit der Schule beginnen wird, steht er sicher schon mal sehr gut da (bei uns in der Schweiz geht die Schule mit sieben Jahren los).

Sportlich spielt er im Fussballverein mit. Momentan spielt er aber im Mannschaftssport mit, ich denke auf Turnierebene wird es nicht ganz reichen - das zeigt sich aber erst ab der 1. Klasse, vorher ist für alle Kinder die Turnierebene gar nicht möglich. Trotzdem ist es doch schon phantastisch, dass er mit gesunden und sogar noch älteren Kindern konstant eine Stunde in der Halle Fussball spielen kann, und zwar ohne Pause.

Was die Lebenserwartung angeht, mache ich mir noch keine grossen Gedanken. Die Medizin macht ja so grosse Fortschritte, denke mal daran, seit wann dieser Herzfehler hier bei uns operiert wird. Das heisst also, die Zeit arbeitet für unsere Kinder und nicht gegen sie. Das ist doch schon mal ein ganz guter Ansatz Smilie

Ich wünsch Dir und Janik von ganzem Herzen, dass ihr die zweite Hürde ebenfalls so gut meistern wird wie die erste - die Schutzengel hat Janik nach Euren Erlebnissen auf jeden Fall schon mal auf seiner Seite.

Herzliche Grüsse

Christina
_________________
Mutter von Fabian, *31.08.2002 mit Hypoplatischem Links-Herz-Syndrom (Norwood I am 09.09.2002, Glenn am 27.01.2003 und Fontan am 18.01.2005, alles erfolgreich im Kinderspital Zürich durchgeführt) und von Simon, *21.08.2005, herzgesund
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BASTIAN



Anmeldungsdatum: 22.07.2006
Beiträge: 31
Wohnort: 1130 Wien

BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ersteinmal
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu deinen SOhnemann und Kämpfer.
Also ich glaub genau kann man nicht sagen wie alt unsere Kinder werden.
Aber wenn ich denk vor 11 Jahren gab es bei uns in Österreich noch gar keine Möglichkeiten diesen Herzfehler mit Operationen zu korrigieren drum bin ich doppelt DANKBAR sowie es ist.
Ich habe ja wirklich einen super vergleich da ja Bastian ein Zwillingsbruder hat.
Benjamin war immer der , der alles schneller konnte aber Bastian hat sich alles abgeschaut von seinen Bruder.
Benjamin hat Bastian schon als er krabbeln konnte Mut gemacht, er hat immer auf ihn gewartet solange bis er es eines Tages auch konnte.
Wir haben uns dank Benjamin alle Therapien gespart weil er alles seinen Bruder gelernt hat.
Es war echt total SÜSS und ist es zum Teil heute noch.
Aber ohne Bruder geht sehr wenig vorallem bei Benjamin der ist sehr fürsorglich was seinen Bruder angeht.
Bastian ist aber durch die ganzen OPs viel mehr abgehärtet d.h z.B. wenn er stürzt oder sich sonst so irgendwo weh tut er raunzt kurz und das wars.
Benjamin hingegen weint da schon viel viel länger.
Wir fiebern der 3 Op entgegen die im Frühjahr/Sommer 2008 geplant ist.
Dir jedenfalls alles gute weiterhin.
Anbei ein Foto von Bastian&Benjamin



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Dawn



Anmeldungsdatum: 29.10.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Tornesch

BeitragVerfasst am: 29.11.2007, 08:32    Titel: Danke Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die Antworten. Das muntert mich auf. Wobei mir mein Kleiner ja auch ziemlich viel Zuversicht gibt - muss ja nur daran denken wie spielerisch er die 1. Hürde gemeistert hat. Ihr habt auch Recht, wenn ich drüber nachdenke, daß man vor 5 Jahren noch dazu geraten hat die Kinder sterben zu lassen... Zum Glück entwickelt sich die Medizin rasend schnell, also wer weiß was in Zukunft möglich sein wird. Werde jetzt auf jeden Fall so eine Art Tagebuch schreiben - habe nämlich festgestellt, daß mir das Schreiben hilft das ganze zu verarbeiten. Bin mir auf jeden Fall sicher, das dieses Forum mir noch eine große Hilfe sein wird!

Liebe Grüße an alle!
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Christina



Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beiträge: 544
Wohnort: 9403 Goldach (Schweiz)

BeitragVerfasst am: 29.11.2007, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Dawn

Das mit dem Tagebuch ist auf jeden Fall eine supergute Idee. Ich hab auch eins angefangen, und zwar seit dem Tag, als wir die Diagnose HLHS erhielten - Fabian war damals drei Tage alt. Ich habe das Tagebuch auch für Fabian angelegt. Die Fragen werden später kommen, ganz sicher. Dann wird es für Fabian sicher hilfreich sein, wenn er seine Geschichte im Tagebuch nachlesen kann. Ich finde es ganz speziell, weil ich die jeweiligen Texte verfasst hatte, als wir in den jeweiligen Situationen waren, beispielsweise am Tage der Norwood, der Glenn und der Fontan. Unsere Gefühle, unsere Angst, ihn zu verlieren, die grosse Freude und unendlich grosse Dankbarkeit darüber, dass es ihm täglich wieder besser ging. Unsere Ängste, unsere Sorgen, all dies wird ihm später einmal selber bewusst werden, so hoffe ich, und dass wir das für ihn getan haben, was wir konnten.

Auch heute noch blättere ich regelmässig im Tagebuch, lasse alles Revue passieren, es hilft mir sehr viel, unser grosses Abenteuer sozusagen im Nachhinein zu verarbeiten. Schon damals hat es mir sehr gut getan, das Erlebte niederzuschreiben.

Ich bin heute sehr froh, dass ich damals mit diesem Tagebuch angefangen habe, und ich setze es noch fort, bis es voll ist. Ich schreibe spezielle Erlebnisse auf, gute Ergebnisse beim Kardiologen, seinen ersten Kindergartentag, alles zusammengefasst im Tagebuch.

Sei herzlich gegrüsst

Christina
_________________
Mutter von Fabian, *31.08.2002 mit Hypoplatischem Links-Herz-Syndrom (Norwood I am 09.09.2002, Glenn am 27.01.2003 und Fontan am 18.01.2005, alles erfolgreich im Kinderspital Zürich durchgeführt) und von Simon, *21.08.2005, herzgesund
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juergenausrinteln



Anmeldungsdatum: 26.08.2005
Beiträge: 206
Wohnort: Essen (Rinteln bei Olivias Geburt -- daher der Username!)

BeitragVerfasst am: 29.11.2007, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Auch mir ging es so, dass beim Lesen Eurer Geschichte alle Erinnerungen wieder kamen. Auch Olivia war 10 Tage alt, als die Diagnose gestellt wude, auch sie galt vorher als ganz gesund und innerhalb weniger Stunden (bei uns passierte das alles auch noch nachts) war das alles dann gar nicht mehr wahr und man fühlt sich wie im falschen Film. Das war im August 2005, Olivia ist also heute zweieinviertel Jahre alt.
Sie hatte nach der ersten OP wegen Rythmusstörungen und Engstelle in der Aorta einen ziemlich langen Krankenhausaufenthalt, nach der zweiten OP bekam sie eine Sepsis und hatte wieder einen langen Aufenthalt, in ihrem ersten Lebensjahr war sie 5 Monate im Krankenhaus, sie hat es für uns echt spannend und anstrengend gemacht. Und trotzdem: heute geht es ihr super. Bei der U7 war die einzige Auffälligkeit, dass sie für ihr Alter und ihre Länge zu leicht ist, motorisch war sie im Soll und sprachlich weiter als der Durchschnitt (und das obwohl auch sie, genau wie Christinas Kinder zweisprachig aufwächst). Also: diese Kinder können einen schon überraschen, die holen eine Menge auf.
Beim Forumstreffen/Grillen im Sommer war prima zu sehen wie überraschend normal unsere Kinder sind -- "überraschend" deswegen, weil ich noch weiss, was ich mir damals ausgemalt hatte -- schließlich ist das eine wirklich schwere Krankheit.

Über die Lebenserwartung mache ich mir im Moment auch keine Gedanken. Dass es keine dreissigjährigen HLHS-ler gibt, liegt nur daran, dass man halt damals noch keine Behandlungsmöglichkeiten hatte. Irgendwo hier in diesem Forum hatte Christina mal einen Link zur Homepage einer amerikanischen Studentin gestellt, die sich weiss Gott nicht todkrank oder behindert anhörte!

Dass mit dem Tagebuch ist vermutlich eine gute Idee. Bei uns zuHause ist eher meine Frau die Tagebuchschreiberin, für mich hat damals dieses Forum denselben Zweck erfüllt. Aber aus ihren Tagebuchnotizen und aus den vielen Fotos, die wir gemacht hatten, hat meine Frau dann zu Olivias erstem Geburtstag ein Album gebastelt -- wenn Olivias dritte OP ansteht oder vielleicht auch noch später, wenn Sie vielleicht mal anfängt, Fragen zu stellen, können wir ihr so auch erklären, wie das mit ihrem ersten Jahr und den ersten zwei OPs war. Also kann sowas neben dem kathartischen Effekt auch einen ganz praktischen Nutzen haben.

Herzlich willkommen, Jannick und Familie! V
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Kaywan



Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 6449
Wohnort: Kassel

BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

.......auch von mir ein "schön dich(euch) kennen zu lernen"!!!
Ja, da habt ihr wirklich einiges durch gemacht...schön, dass Jannik dann weiter alles so Vorbildlich gemeistert hat.

Mir blieb der Schreck nach der Geburt erspart, da wir die Diagnose 3 Wochen vor der Geburt erhielten...Ein grosser Vorteil, muss ich sagen...

Zur Lebenserwartung, denke auch ich, kann man noch nicht all zu viel sagen...So weit ich weiß, ist die Älteste mit hlhs ( amerikanerin) ca.24 Jahre und der Älteste hier im Forum wurde neulich 17 Jahre.....
In dieser Zeit kann und wird sich medizienisch gesehen, sicher noch so viel tun, dass wir bestimmt guter Hoffnung sein dürfen.

Ich wünsche dir einen regen Austausch mit uns
LG
Alex
_________________
Kaywan 22.06.05 11:21 uhr 2370gr. 45cm KU 30,5 in Kiel bisher 9 Ops ( 4 am Herzen) und 3 HK´s. Danke an das Kieler Team!
www.hypoplastische-herzen-deutschland.de
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Dawn



Anmeldungsdatum: 29.10.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Tornesch

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 09:52    Titel: Herzkatheter und 2. OP Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,
ende Januar waren mit Jannik zum Herzkatheter im UKE. Dabei wurde eine Verengung am Aortenbogen festgestellt. Kurz darauf haben wir dann auch schon den OP Termin 13.3. bekommen und vorher am 28.2. noch mal zum HK um die Verengung zu beheben. Den 2. HK hat Jannik auch gut überstanden. Obwohl es ihm immer sehr zu schaffen macht, dass er im Krankenhaus selten zur Ruhe kommen kann. Wenn er dann das 3. Mal beim Einschlafen gestört wurde wird´s erst mal gar nix mehr und ich habe eine quakendes Kind Traurig Eigentlich hätten wir am Sa. nachhause gehen dürfen. Leider ist seine Sauerstoffsättigung dann in der letzten Nacht plötzlich bei 54/55 gewesen. Das war ein ganz schöner Schock für mich. Für mich war er immer so stark und plötzlich ist er so verletzlich! Mein lustiger Sonnenschein lag apathisch neben mir reagierte kaum und wollte meine Brust nicht mehr loslassen-musste er auch nicht-ging auch mit Sauerstoff den er dann bekommen hat. Kann immer noch nicht fassen wie schnell der Sauerstoff schlechter wurde. Den Sa. habe ich mit Heulanfällen verbracht. Zum Glück waren wir noch nicht zuhause. Dorthin wurden wir nun natürlich nicht entlassen, sondern die OP vorgezogen auf Do. 6.3.08 Seine Sättigung hatte sich zum Glück wieder ein bißchen gebessert zw.66-78. Dafür gings mir nicht so gut ich habe in der Nacht zu Mo. die Toilettenschüssel geküsst. Erst dachte ich es wäre Magen-Darm. Mo.nachmittag musste ich deswegen das Krankenhaus verlassen, damit ich Jannik so kurz vor der OP nicht mehr anstecke. Mein Gott ging mir das schlecht ich war schon wieder nur noch am heulen. Ich wußte, dass ich nicht bei ihm bleiben konnte aber ihn so kurz vor der OP allein lassen. Das war unerträglich für mich. Schließlich stille ich ja auch noch voll. Aber gut ich muss fair sein. Allein war er ja nicht mein Mann ist bei ihm geblieben und ich hatte zuhause noch genug abgepumpte Milch mit der er ihn füttern konnte. Das hat zum Glück auch gut geklappt(er wurde zum 1. Mal mit Flasche gefüttert). Im nachhinein glaube ich, dass ich gar keinen Virus hatte sondern dass ich einfach nicht mehr konnte, denn sowie ich Mo. zuhaus war gings mir wieder gut. Ich brauchte wohl einfach eine Auszeit auch wenn der Zeitpunkt denkbar schlecht war. Andererseit als ich Mittwoch wieder ins Krankenhaus bin hat mich mein Sohn endlich mal wieder angelächelt und "erzählt". Glaube meine schlechte Stimmung hatte sich auf ihn übertragen. Durch die Auszeit hatte er wenigstens einen Tag vor der OP eine gut gelaunte Mutter und ich endlich wieder einen kleinen Sonnenschein. Er ist dann am Do. ausgeschlafen und gut gelaunt in die OP gegangen. Ich habe die ganze Nacht neben ihm gelegen und ihn angeschaut. Smilie
Die OP ist gut verlaufen und seine Sättigung war gestern schon bei 86. Alle seine Werte sind sehr gut. Ich hoffe, dass er vielleicht heute vom Beatmungsschlauch befreit wird.
Gegen Mittag fahren wir wieder hin.
Wer weiß vielleicht sind wir Ostern ja schon zuhause?!

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!
_________________
Jannik, geb. 15.10.2007,
Norwood 1 erfolgreich am 26.10.07
Glenn erfolgreich am 06.03.08
Fontan erfolgreich am 13.09.11

Finn *26.12.2009 -herzgesund
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Christina



Anmeldungsdatum: 10.12.2004
Beiträge: 544
Wohnort: 9403 Goldach (Schweiz)

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Dawn

Mit Gänsehaut habe ich eben Deinen Bericht gelesen. Gott, ich fühlte mich wieder in die Zeit zurückversetzt, als bei Fabian die Glenn durchgeführt wurde. Ich lag auch die ganze Nacht neben ihm und hab ihn nur angeschaut und die ganze Zeit gebetet, er möge bei uns bleiben dürfen. Ich war auch froh, dass er noch nicht begriff, was am nächsten Tag auf ihn zukommen würde.

Liebe Dawn, das schlimmste habt ihr nun überstanden und Dein kleiner Sonnenschein hat alle Zeit der Welt, sich in kleinen oder grossen Schritten zu erholen.

Ich wünsch Euch von Herzen alles nur erdenkliche Gute und dass Du Deinen Sonnenschein schon bald wieder zu Hause geniessen kannst.

Liebe Grüsse an den kleinen grossen tapferen Mann!!

Christina
_________________
Mutter von Fabian, *31.08.2002 mit Hypoplatischem Links-Herz-Syndrom (Norwood I am 09.09.2002, Glenn am 27.01.2003 und Fontan am 18.01.2005, alles erfolgreich im Kinderspital Zürich durchgeführt) und von Simon, *21.08.2005, herzgesund
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hbecker



Anmeldungsdatum: 31.10.2007
Beiträge: 236
Wohnort: Hagenbach

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dawn,

Ein Glück konntest Du den Tag vor der Op noch einmal mit Deinem Sohn zusammen sein und den Tag "genießen". Und wenn er jetzt mit der Sättigung schon wieder so gut liegt, dann ist das doch auch ein gutes Zeichen!!!!!

Wir drücken Euch die Daumen, dass jetzt alles gut geht und ihr bald wieder zu Hause seid!

Grüße, Wenke
_________________
Hannah *10.2006; HLHS
Norwood I: 10.06, Glenn: 03.07; 4 Herzkatheter in St. Augustin
stolze Schwester von Mirko *07.2009 (vollkommen gesund)
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Tom Theodor



Anmeldungsdatum: 10.09.2004
Beiträge: 3090
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 14:40    Titel: Glück auf!!! Antworten mit Zitat

Gratulation zur OP - wir wünschen eine gute Restzeit in der Klinik und eine baldige Entlassung! Auf dass Ihr den Frühling draußen genießen könnt! LG, STefanie
_________________
Tom Theodor *17.10.2004, HLHS,
Fontan 07/2008 Schrittmachers 08/2008
Asperger-Autismus
Till *2002, Taddeo *2006 gesund
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ClaudiaP



Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 1519
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dawn!

Schön, dass die OP gut verlaufen ist.

Das Problem Magen-Darm kenne ich leider nur zu gut. Mich erwischte es kurz bevor Felicitas das erste Mal nach Hause kam. Ich musste nach Hause, und dort war wieder alles in Ordnung. Die kurze Pause hat auch mir damal gut getan und ich habe erkannt, dass ich nicht 24 Stunden volle Power geben kann und auch mir Auszeiten gönnen muss um nicht zusammen zu brechen.

Alles Gute weiterhin für Euch!!!

LG Claudia
_________________
Felicitas *01.09.2004 - +02.04.2007 (Herzversagen während der Behandlung einer Lungenentzündung auf der ITS)
Norwood I am 08.09.04 und Norwood II am 22.02.05 in Duisburg, sowie Ptosis-OP am 27.11.06 in Trier
Kieran *07.12.2007 kerngesund
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mandy



Anmeldungsdatum: 17.08.2006
Beiträge: 282
Wohnort: Halle/saale

BeitragVerfasst am: 08.03.2008, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

hallo dawn,
es freut mich das ihr die op gut überstanden habt.es ist immer schön zu hören wenn es wieder ein kind geschafft hat und "endlich" mal ein paar monate unbeschwerte tage hat, wo z.b. der monitor nicht mit muss und nicht andauernd fehlalarme gibt.
ich wünsch euch viel glück und drück die daumen das ihr ostern zuhause seit.
liebe grüße mandy und mathilda
Lachen
_________________
Mathilda-Sophie HLHS
Norwood1 27.09.06
Hk 29.01.07
Norwood2 12.03.07
Hk 18.12.07
Fontan Op 26.06.08
MRT/Hk 09.02.10/10.02.10
Hk 09.06.15
Danke Kiel, ihr seit die besten
Julius Quentin *08.08.2009 herzgesund
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